Die 50er Jahre

1950

Es wurden neue Uniformen bei der Firma Zimmermann in Jüchen angeschafft und neue Kappen in Wevelinghoven besorgt. Der Verein blühte wieder auf und Ende 1950 zählte er 17 Mitglieder, denn mit Karl Garde und Josef Wirtz traten zwei neue Spielleute ins Tambourcorps ein. Es wurde beschlossen, jedes Jahr ein Stiftungsfest in Neukirchen zu halten. Im gleichen Jahr wurden 5 Stiftungsfeste in Gohr, Rosellerheide, Anstel, Rosellen und Weckhoven besucht.

1951

Im Juli 1951 feierte das Tambourcorps sein 30-jähriges Bestehen. Hierzu nahmen der Bürgerschützenverein und die Tambourcorps aus Rosellen, Gohr, Rosellerheide, Ramrath, Anstel, Straberg, Weckhoven, Hoisten, Speck, Kapellen, Schiefbahn, Wevelinghoven, Rheinkraft Neuss, Holzheim und Horrem teil. Das Fest war ein voller Erfolg. Deshalb wurden auch die Stiftungsfeste in Ramrath, Rosellerheide, Rosellen, Anstel, Hoisten, Weckhoven, Speck, Horrem, Kapellen und Gohr besucht. Die Tambourfeste in Gohr und Kapellen fielen auf den gleichen Tag, sodass sich das Tambourcorps teilte.

1952

Nicht nur musikalisch der Verein erfolgreich. Auch die Theaterabteilung, die 1952 gegründet wurde, hatte mit so manchem Stück großen Erfolg.

Der Verein beschloss wieder neue Uniformen anzuschaffen, da die alten  Nachkriegsware waren. Die neuen Uniformen kamen von der Firma Steffen aus Köln, jedes Mitglied musste 20,00 DM beisteuern. Erstmals wurden sie bei der Beerdigung von Josef Wirtz angezogen, der nach schwerer Krankheit im Alter von 17 Jahren verstarb. An den Schützenfesttagen wurde mit Trauerflor gespielt.

Ebenfalls im Jahr 1952 beschloss der Verein, bei den Stiftungsfesten in Gohr, Anstel, Rosellerheide, Straberg, Hoisten, Speck, Kapellen, Horrem und Schiefbahn zu spielen. Auf dem Weg nach Schiefbahn passierte Johann Iltisberger ein schwerer Autounfall. Ihm wurde später ein Bein amputiert und er schied als aktives Mitglied aus dem Tambourcorps aus und wurde passives Mitglied, sowie zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

1953

ei der Jahreshauptversammlung im Januar 1953 beschlossen die Mitglieder des TCR, an jedem 1. Mai den Zugkönig auszuschießen. Der Zugkönig erhielt als Wanderpreis eine Kette mit Plakette und im 2. Jahr einen Orden verliehen. So wurde am 1. Mai 1953 Hans-Wilhelm Koenen der erste Zugkönig des Tambourcorps "Rheinklänge" Neukirchen. Es gibt Berichte, dass der damalige Zugkönig nach einem besonderen Verfahren "ausgeschossen" wurde. Alle Mitglieder des Tambourcorps saßen an einem Tisch. Auf ein Kommando vom Major Josef Ritterbach schauten alle Mitglieder einen Spielmann aus Ihren Reihen an und dieser war somit der Zugkönig des TCR.

Hermann Hinzen wurde von der Versammlung als Ehrenmitglied des Tambourcorps "Rheinklänge" Neukirchen ernannt.

1955

Im Januar 1955 wurde beschlossen, dass nur noch Jubiläumsfeste abgehalten und besucht werden. Als Ausgleich soll am Karnevalsdienstag ein Karnevalsball stattfinden.

Neuer Schriftführer wurde Hardy Hinzen, der Willi Ritterbach bzw. Johann de Bruyn ablöste.

Immer wieder wurden neue Märsche einstudiert. Hierfür fanden die Spielleute auch den richtigen Lehrmeister. Hans Hinzen, Musiker und Kapellmeister der Jägerkapelle Straberg und heute Ehrenmitglied des Tambourcorps, übernahm dieses wichtige Amt. Ganz besonders ihm verdankt der Verein seine schönen Erfolge.

Die Schützenfeste im Mai wurden ausgiebig gefeiert. Besonders der Samstag und der Sonntag waren sehr anstrengend. Die Spielleute feierten den Kirmessamstag so ausgiebig, dass sie erst am frühen Sonntagmorgen das Zelt verließen Doch bevor der Hahn krähte, quälten sich die Männer durch Neukirchen und spielten "Wecken" auf der Neukirchener Heide, Haus Horr und in Gubisrath. Bei jedem, den das Tambourcorps besuchte, wurde das Beste auf den Tisch gestellt: Bier, Wein, Schnaps und Sekt. Kein Wunder, dass noch vor der Messe so mancher Spielmann ins Kornfeld fiel. Doch spätestens beim Zapfenstreich standen sie wieder wie eine EINS in Ihren Reihen und spielten gekonnt den Zapfenstreich.

Es gibt noch einen Spruch unter den Bauern aus dieser Zeit: "Wenn deine Kuh nichts mehr trinkt, zieh Ihr eine Kappe vom TCR an und deine Kuh trinkt wieder."

1958

Im Jahre 1958 verstarb die Mutter von Josef und Willi Ritterbach kurz vor dem Schützenfest. Das Tambourcorps musste sich für dieses Schützenfest nach einem Ersatzmajor umsehen. Sie fanden Ihn in Peter Brüggen, der sich bereit erklärte, das Tambourcorps bei diesem Schützenfest zu führen.

1959

Doch ein Jahr später, 1959, sah Neukirchen Josef Ritterbach wieder als stolzen Tambourmajor an der Spitze des Tambourcorps und auch in Hoisten und in Gohr, wo die Stiftungsfeste besucht wurden, konnte man Ihn bewundern.

Aktuelle Termine

  • Mo, 13.02.2012 | 18.45 Uhr Probe
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